Konferenz: "Schöner Schein und Wirklichkeit - Die SED-Diktatur zwischen Repression, Anpassung und Widerstand"
Konferenz vom 31. Oktober bis 2. November 2012 in Berlin
Die Deutsche Gesellschaft e. V. wird in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie dem Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR vom 31. Oktober bis 2. November 2012 die Konferenz "Schöner Schein und Wirklichkeit - Die SED-Diktatur zwischen Repression, Anpassung und Widerstand" durchführen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie und in welcher Form Repression den Alltag in der DDR bestimmte. Dabei soll vor allem das Wirken des SED- und Sicherheitsapparates in den verschiedenen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens untersucht werden. Ziel ist es, den Herrschaftsmechanismus zu verstehen, der der kommunistischen Diktatur eigen war und der zur Sicherung dieser Diktatur über vier Jahrzehnte diente. Interessant erscheint dabei die Untersuchung des Einflusses des repressiven Apparates im Alltag, wo es auch eine Reihe von Verweigerungstatbeständen gab.
Verfolgung und Repression waren integrale Bestandteile zur Sicherung der SED-Herrschaft. Ziel war es, die staatliche Einflussnahme auf die Bürger in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens zu sichern. Während noch in den 50er- und 60er-Jahren Verfolgung und Repression offensichtlich waren, bemühte sich das Regime in den 70er- und 80er-Jahren um differenziertere und „weichere“ Methoden der Repression. Die Bevölkerung reagierte höchst unterschiedlich auf die repressiven Maßnahmen der Sicherheitsorgane. Während sich ein großer Teil zur Anpassung mit dem System bereit fand oder gar zu dessen Stütze wurde, lebte ein anderer Teil im Widerspruch zu ihm, ja sogar Widerstand.
Unter Einbeziehung von renommierten Wissenschaftlern, Experten, Politikern und Zeitzeugen soll die Konferenz ein möglichst umfassendes Bild des DDR-Alltagslebens zwischen Repression, Anpassung, Widerspruch und Widerstand nachzeichnen. Zugleich soll das Funktionieren von Repressionsmechanismen im Staat, in Parteien, der Justiz, in Massenorganisationen sowie der Kultur- und Arbeitswelt belegt werden. Exemplarisch lassen sich Repressionsmaßnahmen als Rahmenbedingungen von Widerstand und Opposition am Beispiel des 17. Juni 1953 erläutern. Die Konferenz will - nicht zuletzt mit Blick auf den 60. Jahrestag des Volksaufstandes - eine öffentliche Debatte zu diesem wichtigen Thema in Gang setzen und sie inhaltlich bereichern.
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
Ansprechpartnerin:
Heide Stache
Leiterin Kultur und Geschichte
Tel. 030 - 88412-201
Heide.Stache@deutsche-gesellschaft-ev.de
Partner & Förderer:
Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Partner & Förderer:
Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur




