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Bildungssteine - Stolpersteine

Ein Projekt historisch-politischer Bildungsarbeit, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert und einen lebendigen Schulunterricht ermöglicht

Die Idee, Stolpersteine zu verlegen, wurde 1996 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig initiiert. Während die ersten Verlegungen der Stolpersteine sogar illegal stattfanden, ist das Projekt, welches die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in einen lokalhistorischen Kontext setzt, inzwischen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Parallel dazu wurde das Kunstprojekt von einer Vielzahl unterschiedlicher Initiativgruppen und engagierter BürgerInnen zu einer viel beachteten historisch-politischen Bildungsarbeit weiter entwickelt, in der mit Hilfe von Archivrecherche, Zeitzeugenbefragung und Öffentlichkeitsarbeit eine neue Form des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus entstanden ist.

Die Einbindung von Schulaktivitäten ist dabei zu einem festen Bestandteil des Projekts geworden. Dabei hat sich vor allem gezeigt, dass der mit dem Stolpersteinprojekt verbundene Lernprozess entscheidende Impulse zur Entwicklung eines historischen Bewusstseins bietet, welche weit über das im formalen Unterricht erworbene Faktenwissen hinausgehen. In den meisten Schulen wurde das Projekt jedoch nur in wenigen Fällen in den regulären Unterricht mit einbezogen.

Ziel des Projektvorhabens war es daher, verschiedene didaktische Bezüge, Methoden und Medien für den Einsatz im schulischen Unterricht (Geschichte, Politische Bildung, Sozialkunde, Ethik, Religion) zu entwickeln und öffentlich zugänglich zu machen, die die Einbeziehung des Stolperstein-Projekts in den Unterricht ermöglichten.

Förderer & Partner:
- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend