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1. Modul: Forum innere Einheit 2010

Ziel des Expertenkreises „Forum Innere Einheit“ war es, die bisherigen Leistungen für die deutsche Wiedervereinigung zu würdigen. Im Rahmen von Handlungsempfehlungen wurden Vorschläge für die Praxis formuliert, die zu einer weiteren Stärkung des nationalen Zusammenhalts führen.

Themen 2010:

1. Forum: Zivilgesellschaft in Ost- und Westdeutschland
Eine stabile Demokratie ist auf eine engagierte Zivilgesellschaft angewiesen. Eine 2009 veröffentlichte Studie für den Beauftragten für die neuen Bundesländer betrachtete die Zivilgesellschaft in Ost- und Westdeutschland aus einer vergleichenden Perspektive, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Für unsere heutige Gesellschaft sind folgende Fragen entscheidend: Wie prägen weiterlebende Traditionen aus der DDR die ostdeutschen Zivilgesellschaft und welche sind die Besonderheiten des Transformationsgeschehens in Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland? Sind diese Unterschiede entscheidend oder mittlerweile marginal und nicht mehr relevant? Diesen Fragen wurde im ersten Forum nachgegangen.
16. Juni 2010, Europasaal der Deutschen Gesellschaft e.V.
Thesenpapier zum ersten Forum

2. Forum: Politischer Extremismus
Politischer Extremismus ist eine negative Begleiterscheinung der Demokratie. Extremistisches Wahlverhalten, gleichwohl eine Konzession an eine offene, pluralistische Gesellschaft, beschädigt das Ansehen dieses politischen Systems. Deshalb muss eine wehrhafte Demokratie durch politische Bildungsarbeit Aufklärung leisten, um so Zustimmung für sich zu gewinnen. Im Forum wurde der Frage nachgegangen, warum in Ostdeutschland, 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung anders gewählt wird als im Westen und welche Auswirkungen dieser Unterschied auf die politische Kultur Deutschlands hat. Diese Fragen wurden im Forum auf einer soliden Faktenlage erörtert.
5. Juli 2010, Europasaal der Deutschen Gesellschaft e.V.
Thesenpapier zum zweiten Forum

3. Forum: Stand der Aufarbeitung der SED-Diktatur
Welche Bilanz können wir nach 20 Jahren Wiedervereinigung ziehen, was hat die bisherige Aufarbeitung der SED-Diktatur bewirkt? Ist es überhaupt noch nach 20 Jahren angezeigt, Verstrickungen mit dem diktatorischen System zu diskutieren? Und haben sich die bisherigen Entschädigungen für die Verfolgten und der Umgang mit dieser juristischen Herausforderung bewährt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten Forums. Nach 20 Jahren wurde der bisherige Weg diskutiert und nach der Notwendigkeit einer neuen Weichenstellung beim Umgang mit der Vergangenheit gefragt.
30. September 2010, Europasaal der Deutschen Gesellschaft e.V.
Thesenpapier zum dritten Forum

4. Forum: Demographischer Wandel in Ost- und Westdeutschland
Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen für Ostdeutschland prognostiziert eine schwarze Zukunft. Für das Jahr 2060 berechnet das Statistische Bundesamt einen Bevölkerungsrückgang von 37 Prozent. In Westdeutschland wird lediglich mit einem Minus von 19 Prozent kalkuliert. Die demographischen Entwicklungen stellen den Osten des Landes vor eine große strukturpolitische Herausforderung. Wie kann diese gemeistert werden, und gibt es Möglichkeiten, den Abwärtstrend aufzuhalten? Welche Auswirkungen werden diese Entwicklungen auf die innere Einheit von Deutschland haben? Mit diesem Thema zeigte das Forum, dass es sich nicht nur mit dem bisherigen Einigungsprozess seit 1989 und historischen Fragen für die Gegenwart befasst, sondern auch zukünftige Herausforderungen langfristig im Blick hat.
1. November 2010, Europasaal der Deutschen Gesellschaft e.V.
Thesenpapier zum vierten Forum

Öffentliches Hearing
Vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung erhält die Frage nach dem aktuellen Zustand der inneren Einheit eine besondere Brisanz. Deshalb initiierte die Deutsche Gesellschaft e.V. zum Themenkomplex Freiheit und Einheit eine breite öffentliche Debatte, die sie inhaltlich begleitete. In einem öffentlichen Hearing wurden die Ergebnisse der Arbeit aus den vier Expertenforen der interessierten Öffentlichkeit und den Medien zur Diskussion gestellt.
23. November 2010, 17.00 Uhr, Europasaal der Deutschen Gesellschaft e.V., Voßstraße 22, 10117 Berlin-Mitte
Programmablauf hier.
Thesenpapier zum Öffentlichen Hearing

Hearing

Prof. Dr. Eckhard Jesse, Günter Nooke, Dr. Sabine Bergmann-Pohl

und Andreas H. Apelt auf dem Hearing