Der Weg zur Deutschen Einheit – Mythen und Legenden
Konferenz vom 10.-12. März 2010 in Berlin
Vom 10. bis zum 12. März 2010 fand in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund die Konferenz „Der Weg zur Deutschen Einheit – Mythen und Legenden“ statt.
Zeitzeugen, Politiker und Wissenschaftler setzten sich in Referaten, Podiums- und Publikumsdiskussionen mit dem Thema der politischen und ökonomischen Situation 1989/90 in der DDR auseinander, die in den turbulenten Monaten bis zur Herstellung der deutschen Einheit zu vielen Mythen und Legenden Anlass gab. Dr. Andreas H. Apelt, Bevollmächtigter des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft e.V., wies gleich zu Beginn der Tagung auf die noch immer weit verbreitete undifferenzierte Meinung hin, der schnelle Vereinigungprozess habe einen "Dritten Weg", einen Weg der DDR-Bürgerrechtsbewegung, verhindert.
Eröffnet wurde die Tagung mit einem Spitzengespräch zwischen Prof. Dr. Horst Teltschik, Ministerialdirektor a. D., und Dr. Dr. h. c. Lothar de Maizière, Ministerpräsident a. D. und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V. In ihrer Funktion – 1990 war Prof. Teltschick als Stellvertreter des Chefs des Bundeskanzleramtes tätig und Dr. de Maizière als Ministerpräsident der DDR – zählten beide zu den wichtigsten Akteuren im Wiedervereinigungsprozess. Moderator der Diskussion war Dr. Hermann Rudolph, Herausgeber des "Tagesspiegels".
Ein besonderer Focus richtete sich auf die internationale Wahrnehmung der innerdeutschen Bestrebungen zur Wiedervereinigung. Die Einstellungen Amerikas (bei der Konferenz vertreten durch Prof. Dr. Hope M. Harrison von der Washington University), Frankreichs (vertreten durch Prof. Dr. Alfred Grosser, Publizist, Paris) und Russlands (vertreten durch Dmitri Tultschinksi, Leiter des Deutschland-Büros von RIA Novosti, Moskau) waren zum Teil recht unterschiedlich, doch war allen Seiten klar, dass "die Menschen auf den deutschen Straßen" kein geteiltes Land mehr wollten und die deutsche Einheit nicht "aufschiebbar" war.
Eröffnet wurde die Tagung mit einem Spitzengespräch zwischen Prof. Dr. Horst Teltschik, Ministerialdirektor a. D., und Dr. Dr. h. c. Lothar de Maizière, Ministerpräsident a. D. und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V. In ihrer Funktion – 1990 war Prof. Teltschick als Stellvertreter des Chefs des Bundeskanzleramtes tätig und Dr. de Maizière als Ministerpräsident der DDR – zählten beide zu den wichtigsten Akteuren im Wiedervereinigungsprozess. Moderator der Diskussion war Dr. Hermann Rudolph, Herausgeber des "Tagesspiegels".
Ein besonderer Focus richtete sich auf die internationale Wahrnehmung der innerdeutschen Bestrebungen zur Wiedervereinigung. Die Einstellungen Amerikas (bei der Konferenz vertreten durch Prof. Dr. Hope M. Harrison von der Washington University), Frankreichs (vertreten durch Prof. Dr. Alfred Grosser, Publizist, Paris) und Russlands (vertreten durch Dmitri Tultschinksi, Leiter des Deutschland-Büros von RIA Novosti, Moskau) waren zum Teil recht unterschiedlich, doch war allen Seiten klar, dass "die Menschen auf den deutschen Straßen" kein geteiltes Land mehr wollten und die deutsche Einheit nicht "aufschiebbar" war.
Weitere Referenten und Diskutanten waren Markus Meckel, Dr.
Thilo Sarrazin, Prof. Dr. Richard Schröder, Werner Schulz, Dr.
Hans-Jochen Vogel, Dr. Ilko-Sascha
Kowalczuk, Prof. Dr. Karl-Heinz Hornhues, Konrad Weiß, Werner Schulz,
Prof. Eckhard Jesse, Dr. Michael Weigl u. a.
Verantaltet wurde die Konferenz von der Deutschen Gesellschaft e. V., der Bundesstiftung
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des
ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR.




