Nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal
Bekanntgabe des Siegerentwurfs
Auf Deutschlands bewegte Geschichte weisen viele Denkmäler und Mahnmale hin. Doch ein Denkmal, das an die Freiheits- und Einheitsbewegung von 1989/90 in Freude und Dankbarkeit erinnert, soll mit Beschluss des Deutschen Bundestages vom 9. November 2007 jetzt erst errichtet werden.
Die Deutsche Gesellschaft e. V. hat sich dieser Denkmalinitiative bereits 2005 angenommen und begleitet den gesamten Umsetzungsprozess. Sie initiiert mit Vorträgen, bundesweiten Diskussionsrunden und Hearings seit Jahren eine breite öffentliche Debatte über die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin, das auf der Schlossfreiheit errichtet werden soll.
Die Ereignisse von 1989/1990 haben als Sternstunden der deutschen Geschichte einen dauerhaften Platz im nationalen Gedächtnis verdient. Das Denkmal soll vor allem den Bürgermut und die Zivilcourage der DDR-Bürger würdigen, die im Herbst 1989 auf die Straße gegangen sind, um sich für politische Reformen und die Freiheit einzusetzen. Als ein Zeichen des Stolzes und der Freude, die Diktatur überwunden und die Einheit Deutschlands wiederhergestellt zu haben, soll das Denkmal Rückblick, aber auch Anstoß sein, den demokratischen Aufbruch fortzusetzen, Demokratie und Einheit zu festigen. Es steht für Freiheit und Einheit, was durch die zwei Kernsätze der Friedlichen Revolution symbolisiert wird: Wir sind das Volk. – Wir sind ein Volk.
Im Februar 2010 ging der Gestaltungswettbewerb für das Denkmal in die zweite Runde. Am 3. Oktober 2010, dem 20. Jahrestag der Deutschen Einheit, wurden zunächst drei Entwürfe als Grundlage für die weitere Planung sowie Realisierung des Freiheits- und Einheitsdenkmals erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Am 13. April 2011 gab Kulturstaatsminister Bernd Neumann den endgültigen Sieger bekannt: Der Gemeinschaftsentwurf von Johannes Milla (Stuttgart) und Sasha Waltz (Berlin) – eine riesige begehbare Schale mit dem Titel „Bürger in Bewegung“ – wird auf den Sockel des alten Nationaldenkmals gesetzt.
Entwurf Milla & Waltz
Von März bis Oktober 2011 zeigt die Deutsche Gesellschaft e. V. auf der Schlossfreiheit am Schlossplatz in Berlin-Mitte, dem künftigen Standort des Denkmals, eine Open-Air-Ausstellung zum Freiheits- und Einheitsdenkmal. Die Ausstellung ist frei zugänglich. Über Holzstege ist der Denkmalsockel von der Bus-Station "Lustgarten" (Linien 100 und 200) gut zu Fuß zu erreichen.
Ansprechpartner:
Dr. Heike Tuchscheerer
Politik & Gesellschaft
Tel.: 030-88412-254
E-Mail: heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de
Mehr unter:





