Deutsche Gesellschaft e. V. begrüßt Entscheidung zum Freiheits- und Einheitsdenkmal
Lothar de Maizière: „Denkmal wird vom Stolz und der Freude der Menschen künden“
Die Deutsche Gesellschaft e.V. begrüßt die Entscheidung der Auslober des künstlerischen Wettbewerbs, Kulturstaatsminister Bernd Neumann in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, zum Freiheits- und Einheitsdenkmal auf der Berliner Schlossfreiheit. Die seit 1998 geführte Diskussion, angestoßen durch die Initiatoren Florian Mausbach, Günter Nooke, Lothar de Maizière und Jürgen Engert sowie seit 2005 von der Deutschen Gesellschaft e. V. betreute Initiative hat damit, wie der Vorstandsvorsitzende de Maizière sagte, ein „würdiges Ergebnis und einen Abschluss gefunden“. Das Denkmal, so de Maizière weiter, „wird vom Stolz und der Freude der Menschen künden, eine Diktatur beseitigt und die Wiedervereinigung friedlich und im Einvernehmen mit den Nachbarn hergestellt zu haben.“
Vorausgegangen waren neben den Wettbewerben des Bundes weit über zweihundert von der Deutschen Gesellschaft e. V. organisierte Informations- und Diskussionsveranstaltungen in allen Teilen Deutschlands. Zugleich waren Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich schriftlich und mündlich an der Debatte zu beteiligen. Der Entwurf von Johannes Milla (Stuttgart), gemeinsam mit Sasha Waltz, eine riesige begehbare Schale mit dem Titel „Bürger in Bewegung“ auf den Sockel des alten Nationaldenkmals zu setzen, überzeugte auch Tausende Bürger. Über 80 Prozent aller bei der Deutschen Gesellschaft e. V. eingegangenen Äußerungen zum Denkmal favorisierten diesen Entwurf, der sich damit gegen die beiden Mitbewerber Andreas Meck (München) und Stefan Balkenhol (Karlsruhe) durchsetzen konnte.
Die Deutsche Gesellschaft e. V. sieht die Notwendigkeit den Diskussionsprozess auch in den nächsten Jahren intensiv fortzusetzen. „Mit der Entscheidung bekommt die Diskussion eine neue Grundlage, die aber die inhaltliche immerwährende Debatte um Freiheit und Einheit nicht ersetzen wird“, so de Maizière. Um diese auch zukünftig zu gewährleisten, hat die Deutsche Gesellschaft e. V. am zukünftigen Denkmalsstandort Informationstafeln aufgestellt, die über die Geschichte und die Bedeutung des Denkmals informiert. Allein auf dem Sockel werden in den nächsten Monaten dutzende von Veranstaltungen mit Schülerinnen und Schülern stattfinden.
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