Lesereihe "Die Mauer verändert alles - überall"
Nachbericht
(LStU) eine Lesereihe zum Thema „Die Mauer verändert alles - überall“. Jeden zweiten Mittwoch wurde durch ein schriftstellerisches Werk der Einfluss der Berliner Mauer auf verschiedenste Lebensbereiche veranschaulicht und in einem anschließenden Gespräch mit dem Publikum diskutiert.
Nach einer Einführungsveranstaltung zu den historischen Hintergründen des Mauerbaus, vorgestellt durch den Heidelberger Professor Edgar Wolfrum, folgte mit Werner Krätschel der Blick auf die Kirche in der DDR. Als ehemaliger Superintendent des Kirchenkreises Berlin-Pankow berichtete er von den Möglichkeiten und Schwierigkeiten der kirchlichen Opposition, einen Freiheits- und Rückzugsraum innerhalb der SED-Diktatur zu bilden. Die nächsten Veranstaltungen zeigten anhand von Einzelschicksalen, wie die Mauer auch die persönliche Lebenssphäre durchdrang. Julia Schoch setzte die gefühlte Begrenztheit in der DDR in einem Roman über zwei Schwestern um, während Hellmuth Henneberg vom rbb einen Tatsachenbericht über einige jugendliche Gemeindemitglieder vornahm, die kurz nach Mauerbau in einem Schauprozess wegen angeblicher Staatshetze zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt wurden.





