Unerkannt durch Freundesland
Illegale Reisen durch das Sowjetreich
Reisen war in der DDR ein heikles Thema. Der Westen war sowieso tabu, aber auch Richtung Osten gab es Einschränkungen: Nicht einmal die Sowjetunion durfte man ohne Erlaubnis und den Geleitschutz einer Gruppe besuchen.
Doch gerade das Verbotene lockte. Unangepasste junge Leute unternahmen mit Hilfe eines Transitvisums, das drei Tage galt, wochenlange riskante Expeditionen in ein Riesenreich mit elf Zeitzonen. Wer sich derart unerkannt durch Freundesland bewegte, lernte alle Beschwernisse des sowjetischen Alltags und alle Absurditäten der Bürokratie kennen, aber auch eine unglaubliche Gastfreundschaft und grandiose Landschaften.
Die Ausstellung „Unerkannt durch Freundesland“ präsentiert vom 26. August bis 7. Oktober 2011 im Europasaal der Deutschen Gesellschaft e.V. (Voßstr. 22, Berlin -Mitte) Dokumente der Wagemutigen, die die Propagandafloskel von der Völkerfreundschaft beim Wort nahmen und illegal kreuz und quer durchs Bruderland reisten. Immer auf der Flucht vor dem KGB und der Miliz, gelangten sie bis in die entlegensten Winkel dieser Welt. Die Abenteurer fanden, wo sie die politischen und bürokratischen Grenzen überwanden, ihre innere Freiheit. Kuratorin der Ausstellung ist Cornelia Klauß.
Öffnungszeiten:
Mo/Fr: 10.00 -17.00 h
Am 6. Oktober 2011, 19 Uhr, findet im Europasaal eine Lesung mit dem Pfarrer Gernot Friedrich und dem Historiker Dr. Christian Halbrock (BStU) zum Thema "Opium fürs Volk - Bibelschmuggler unterwegs im Lande Lenins" statt.
Öffnungszeiten:
Mo/Fr: 10.00 -17.00 h
Am 6. Oktober 2011, 19 Uhr, findet im Europasaal eine Lesung mit dem Pfarrer Gernot Friedrich und dem Historiker Dr. Christian Halbrock (BStU) zum Thema "Opium fürs Volk - Bibelschmuggler unterwegs im Lande Lenins" statt.
Vom 12. Oktober bis zum 20. November 2011 ist die Ausstellung in Jena im Stadtspeicher (Markt 16, 07743 Jena) zu besichtigen; vom 13. Dezember 2011 bis zum 22. Januar 2012 - in Pforzheim, im DDR-Museum Gegen das Vergessen (Hagenschießstraße 9, 75175 Pforzheim)
![]() |
Kurzbiographie der Kuratorin:
Cornelia Klauß, geb. 1962 in Dresden, Studium der Filmwissenschaft an der HFF in Babelsberg, Dramaturgin beim Fernsehen, parallel drehte sie Super-8-Kurzfilme; Berufsverbot, im Frühjahr 1989 Ausreise in den Westen; beim Rundfunk (SFB, RIAS) tätig; Aufbau einer Medienwerkstatt an der FU; 1990–2005 Programmdirektorin des Filmkunsthauses Babylon; seitdem arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Dramaturgin, Kuratorin (Kurzfilmtage Oberhausen, DOK-Filmfestival Leipzig) und manchmal als Filmemacherin im Dokumentarfilmbereich.
Ein Ausstellungsband „Unerkannt durch Freundesland“, hg. von Cornelia Klauß und Frank Böttcher, ist 2011 im Lukas Verlag erschienen.

Klappenbroschur, B 15,8 × H 23,5 cm
444 Seiten, 108 Farb- und 183 Schwarzweißabbildungen
ISBN 978–3–86732–076–4
24,90 €
Zu bestellen:
Lukas Verlag
Kollwitzstraße 57
D 10405 Berlin
Tel. +49 (0)30 44 04 92 20
Fax +49 (0)30 442 81 77
lukas.verlag@t-online.de
Partner & Förderer:
- Bundeszentrale für politische Bildung
lukas.verlag@t-online.de
Partner & Förderer:
- Bundeszentrale für politische Bildung







