Benutzerspezifische Werkzeuge

Aktuelles

Nachrichten
Jubiläumsband "Schlösser, Herrenhäuser, Burgen und Gärten in Brandenburg" mehr...
Rechenschaftsbericht, Vortrag und Neujahrsempfang mehr...
Schüler präsentieren ihre Rechercheergebnisse; Bezirksbürgermeister Franz Schulz ist Ehrengast mehr...

Projekte

Projekte
 

2008

Die Deutsche Gesellschaft e. V. vergibt ihren Preis für deutsche und europäische Verständigung 2008 an Wladyslaw Bartoszewski und Egon Bahr

Die Deutsche Gesellschaft e. V. vergab ihren diesjährigen Preis für deutsche und europäische Verständigung an den ehemaligen polnischen Außenminister Wladyslaw Bartoszewski und Bundesminister a. D. Egon Bahr.

PREIS 2008 Gruppe

Vizepräsidentin Deutscher Bundestag Dr. h.c. Susanne Kastner MdB; Staatsminister Bernd Neumann; Staatssekretär Władysław Bartoszewski; Bundesminister a. D. Prof. Egon Bahr; Bundespräsident a. D. Dr. Richard von Weizsäcker; Wolfgang Börnsen MdB; Prof. Dr. Peter Brandt, Kuratoriumssprecher; Andreas Bogdanski, Managing Director der Steinhoff International Holdings (v.l.n.r.)

Sie ehrt damit zwei Persönlichkeiten von europäischem Rang, die sich im Prozess des deutsch-polnischen und europäischen Ausgleichs herausragende Verdienste erworben haben.

Wladyslaw Bartoszewski hat sich ausgleichend und aussöhnend stets für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und Polen eingesetzt. Er gehört zu jenen couragierten Menschen, die sich nach 1945 bemühten, aufbauend auf den schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit, neue Wege für eine gemeinsame Zukunft zu finden. Als KZ-Häftling von Auschwitz und Teilnehmer des Warschauer Aufstandes hat sein Engagement eine besondere Aussagekraft. Seit 2007 setzt Wladyslaw Bartoszewski seine Bemühungen als Staatssekretär und außenpolitischer Berater des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk fort.

Als Architekt der Ostverträge hat Egon Bahr sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass gemäß dem von ihm formulierten Prinzip des „Wandels durch Annäherung“ der Blick der Bundesrepublik nicht ausschließlich nach Westen gerichtet wurde. Durch ihn konnte auch ein neuer, das starre System des Kalten Krieges aufweichender Weg für den Umgang mit der DDR und den osteuropäischen Nachbarstaaten beschritten werden.

Die Laudatio auf beide Preisträger hielt Bundespräsident a. D. Richard von Weizsäcker.