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Workshops / Podiumsdiskussion 2017

Der Netzausbau macht Schule - Macht mit!

Projektidee

Die Energiewende wird unsere Gesellschaft tiefgreifend verändern. Dabei hat Deutschland gute Chancen, im europäischen und globalen Maßstab weiterhin eine Führungsrolle einzunehmen. Allerdings schläft auch die europäische und globale Konkurrenz nicht.

Die Energiewende ist eine ökologische, aber auch eine ökonomische Chance für den Standort Deutschland. Sie schafft zukunftssichere Arbeitsplätze – gerade für die junge Generation. Ein zentraler Baustein einer erfolgreichen Energiewende ist der intelligente Netzausbau. Das Stichwort lautet „Smart-Grids“.

Die Energiewende ist nicht unumstritten. Mit dem Projekt wollten wir den Prozess als ökonomische, ökologische und berufliche Chance begreifen. Wir richteten uns dabei an Schülerinnen und Schüler. Sie sind es, die den Umbau der Gesellschaft tragen werden. Deshalb kann man sich nicht früh genug mit den zentralen Fragen beschäftigen:

• Wie kann sichergestellt werden, dass der Standort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt?
• Wie können die Kosten der Energiewende gerecht verteilt werden?
• Wie kann die Energiewende mit europäischen und internationalen Konzepten verbunden werden?
• Wie können Umwelt- und Klimaschutz garantiert werden?
• Wie kann die Versorgungssicherheit gewährleistet werden, gerade in unsicheren Zeiten?

Warum gingen wir mit diesem Projekt an Schulen?

Energiewende und Netzausbau sind Querschnittsprojekte; an Schulen wird klassischerweise eher in den üblichen Schulfächern gedacht. Dabei wird das Fach „Wirtschaft“ erst spät, wenn überhaupt, unterrichtet.

Die junge Generation wird diejenige sein, die in ihrem Berufsleben enge Berührungspunkte zur Energiewende haben wird. Diese beruflichen Chancen müssen auf interessante und spielerische Art und Weise kommuniziert werden. Darüber hinaus kann am Beispiel der Energiepolitik sehr gut gezeigt werden, wie politische Entscheidungen getroffen werden.

Projektziel

Das Projekt zielte darauf ab, Schülerinnen und Schülern ein Gespür für demokratische Verhandlungsprozesse zu vermitteln und gleichzeitig klar zu machen, dass es immer mehrere Sichtweisen und Lösungen gibt. Sie lernten die Komplexität des Problems kennen und konnten sich im Planspiel in die Interessen des von ihnen gespielten Akteurs hineindenken.

Das Projekt sollte eine konstruktive Sicht auf die Diskussion um den Ausbau der intelligenten Energienetze bewirken. Ziel des Projektes war es, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer über die Bedeutung der Energiewende für den Standort Deutschland und die Notwendigkeit des Ausbaus der intelligenten Stromnetze zu informieren.

Projektumsetzung

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Das Projekt bestand aus 15 Planspielen an weiterführenden deutschen Schulen zum Ausbau der intelligenten Stromnetze. Es richtete sich an Schülerinnen und Schüler von der zehnten Klasse an aufwärts.

Nach den 15 Planspielen gab es eine zentral organisierte Abschlussveranstaltung, zu der Delegierte aller Veranstaltungen nach Berlin eingeladen wurden. Hier diskutierten sie mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Das Programm der Abschlussveranstaltung am 21. Juni 2018 finden Sie hier. Die Veranstaltung fand von 13:30 bis 15:00 Uhr im Oberstufenzentrum TIEM (Mensa, Goldbeckweg 8, 13599 Berlin - U-Bahn Haselhorst) statt. Den Bericht finden Sie weiter unten.

Und so sah das Szenario des Planspiels zum Thema „intelligente Stromnetze“ aus: Die Bundesregierung plant, im Rahmen der Energiewende die Strominfrastruktur zu erneuern. Konkret geht es dabei um die Umwandlung der bestehenden Stromnetze in sogenannte Smart Grids (intelligente Stromnetze). Die generelle Richtung ist damit klar, viele Detailfragen allerdings noch nicht. Bevor die Bundesregierung zu einer Entscheidung kommt, will sie die Positionen von wichtigen Interessengruppen und Bundesländern hören.

Das Planspiel wurde als Simulation eines Prozesses der Interessenvertretung mit anschließendem Kabinettsbeschluss zu den oben genannten Fragen durchgeführt. Es wurden relevante Stakeholder eingebunden und Interessenprofile erstellt.

Einige der Verhandlungsthemen dabei waren: Welche Technologien werden gefördert? Wie können Datensicherheit und Schutz vor Cyberangriffen gewährleistet werden? Wer trägt die Kosten der Nachrüstung auf Smart Meter und für andere Anpassungen? Welche Interessen haben unterschiedliche Bundesländer?

Die Schülerinnen und Schüler konnten somit in Verhandlungen eintreten und mussten ihre Entscheidungen am Ende des Tages präsentieren und vertreten.

Schülerinnen und Schüler berichteten über das Projekt und veröffentlichten diese Berichte auf der projekteigenen Webseite.

 

Mehr zum Projekt erfahren!

 

Termine:

 

  • 12.10.2017, Düsseldorf, Bentzenberg-Realschule
  • 13.10.2017, Bad Schwartau, Gymnasium am Mühlenberg
  • 20.12.2017, Berlin, OSZ TIEM
  • 11.01.2018, Berlin, Dreilinden-Gymnasium
  • 12.01.2018, Hermann-Böse-Gymnasium, Bremen
  • 18.01.2018, Böblingen, Albert-Einstein-Gymnasium
  • 23.01.2018, Regionales Berufsbildungszentrum Wirtschaft der Landeshauptstadt Kiel
  • 24.01.2018, Bad Segeberg, Berufsbildungszentrum des Kreises Segeberg AöR
  • 25.01.2018, Bad Segeberg, Berufsbildungszentrum des Kreises Segeberg AöR
  • 01.02.2018, Montabaur, Mons-Tabor-Gymnasium
  • 13.03.2018, Grimma, Evangelisches Schulzentrum Muldental
  • 20.03.2018, Frankfurt/Oder, Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium
  • 21.03.2018, Hennigsdorf, Puschkin-Gymnasium
  • 22.03.2018, Hennigsdorf, Puschkin-Gymnasium
  • 20.04.2018, Nauen, Leonardo-da-Vinci-Campus
  • 21.06.2018, Berlin, OSZ TIEM - Abschlussveranstaltung

 

Abschlussveranstaltung: „Der Netzausbau macht Schule – Macht mit!“ am 21. Juni 2018 auf der Zielgeraden

„Macht der intelligente Netzausbau Schule?“ Diese Frage stellten wir 100 Schüler/innen aus ganz Deutschland und einem Expertengremium gestern im OSZ TIEM in Berlin. Die Schüler/innen aus ganz Deutschland waren nach Berlin gekommen, um mit den realen Akteuren des Planspiels „Der Netzausbau macht Schule – Macht mit!“ ins Gespräch zu kommen.

 

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Und das taten sie sehr engagiert und mit vielen klugen Fragen: „Keiner behält sein Handy länger als zwei Jahre. Wir brauchen Technik, die modern und aktuell ist, wenn sie auf den Markt kommt. Sind Smart-Meter nicht schon veraltet, wenn sie erscheinen? Und warum beginnt die Digitalisierung eigentlich erst jetzt? Unsere Stromzähler sind aus den 60er Jahren.“ Das Podium war gefordert. Dazu Nikolaus Pleister, Fachgebietsleiter im Geschäftsbereich Netze und Regulierung, BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.: „Ich glaube, wir dürfen uns nicht mehr Zeit lassen. Aber wir sollten uns auch keinen Schnellschuss erlauben. Dann sinkt das Vertrauen sofort!“

Temporeich, topaktuell und schülerorientiert ging es von den Kosten der Energiewende über den Datenschutz bis hin zur Frage des Umgangs mit Lastspitzen. Neben den Kosten stellten die Schüler/innen auch Fragen zu fehlendem Bewusstsein für Datenschutz – so lese kaum jemand die AGBs bei digitalen Anwendungen – und zur Sicherheit gegenüber Hackerangriffen. Auch könne eine Flatrate für Handys oder künftig für Strom schnell gekündigt werden, Stromleitungen könnten aber nicht so einfach ausgebaut werden.

 

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Nach spannenden 90 Minuten resümierte Andreas Holzamer, Referent in der Unterabteilung IIIC (Netze), Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Ich bin sehr erfreut über die Fragen, die hier gefallen sind, weil sie genau in die richtige Richtung gehen. Bleibt kritisch!“ Nikolaus Pleister ergänzte: „Ohne Flexibilität wird die ganze Energiewende so nicht weitergehen können.“ Carlotta Rautenberg-Kolbe, Referentin in Grundsatzfragen der Energiepolitik, Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, gab zu bedenken: „Wir müssen auch über Energieeffizienz reden. Die Energiewende kostet Geld, aber Atom- und Kohlestrom sind ebenfalls teuer.“ Florian Munder, Regionalmanager Energie, Verbraucherzentrale Berlin e.V., gefiel die Veranstaltung ebenfalls: „Eine interessante Runde mit durchdachten und intelligenten Fragen. Beschäftigt Euch weiterhin damit!“

Eine Schülerin aus Schleswig-Holstein zog stellvertretend für alle die Bilanz des Projekts: „Es hat uns sehr viel Spaß gemacht! Es gab an unserer Schule schon andere Planspiele, die allerdings planlos waren. Dieses Planspiel hat Transparenz reingebracht. Vorher hatten wir von Smart Grids noch nichts gehört. Es wäre toll, wenn über die Dinge, die die Jugend etwas angehen, mehr gesprochen wird!“

Ziel der 15-teiligen Veranstaltungsreihe war es, Schülerinnen und Schüler über den intelligenten Ausbau des Stromnetzes, sog. „Smart Grids“, zu informieren. Dies geschah anhand eines Planspiels. Darin nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Rollen von zentralen Akteuren ein – Bundesregierung, Landesregierungen und Interessenverbänden – und simulierten einen Gesetzgebungsprozess zur Digitalisierung der Energiewende. Sie lernten so, wie politische Prozesse funktionieren und welches die zentralen Fragestellungen des intelligenten Netzausbaus sind. Im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler nun mit den realen Akteuren des Planspiels diskutieren und sehen, dass das Projekt nicht nur ein Spiel ist.

Das Projekt wurde gefördert von der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH.

 

Ansprechpartner:
Jan Roessel
Referent EU & Europa
Tel.: 030 88412 251
E-Mail:

 

Förderer:

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