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Planspiel für Jugendliche

H2O_hne - Ein Planspiel für Schulen zur Wasserknappheit in Deutschland

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Wasserknappheit galt in Deutschland lange als Problem anderer Weltregionen. Trockene Sommer, niedrige Flusspegel und sinkende Grundwasserstände haben das geändert. Damit stellt sich eine Frage, die sich technisch nicht beantworten lässt: Wer bekommt wie viel Wasser, und wer entscheidet darüber?
Schauplatz des Planspiels ist der fiktive Landkreis Dürrenfeld. Nach mehreren trockenen Jahren sind die Wasservorräte der Region stark belastet: Parkanlagen werden nicht mehr gewässert, Haushalte mussten im Sommer sparen, die Landwirtschaft meldet sinkende Erträge. Zugleich will sich ein Getränkeabfüllbetrieb ansiedeln, der Arbeitsplätze und Steuereinnahmen brächte, aber zusätzliches Wasser benötigt. Die Landrätin beruft einen Runden Tisch ein, an dem Kommunalpolitik, Wasserversorgung, Landwirtschaft, Wirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Forst, Tourismus und Bürgerschaft aufeinandertreffen.
Verhandelt werden drei Streitpunkte: woher das Wasser künftig kommen soll, nach welchem Modell es bepreist wird und welche Sparmaßnahmen bei angespannter Lage greifen sollen. Am Ende legt die Landrätin einen Entwurf für den Wasserplan Dürrenfeld vor. Eine vorgegebene richtige Lösung gibt es nicht.

 

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

•    Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9, Auszubildende, Studierende, Jugendgruppen und Formate der außerschulischen politischen Bildung
•    Teilnehmende: 10 bis 30 Personen, optimal etwa 20. Zehn Rollen werden je nach Gruppengröße ein- bis dreifach besetzt.
•    Dauer: rund fünf Zeitstunden einschließlich Einführung, Pause und Auswertung
•    Alternativ: drei Unterrichtsblöcke zu je 90 Minuten, verteilt auf mehrere Termine
•    Vorkenntnisse: nicht erforderlich, die fachliche Einführung ist Teil des Ablaufs
•    Raum: ein großer Raum für den Runden Tisch, möglichst zusätzliche Bereiche für die Gruppenarbeit
•    Technik: Beamer oder Bildschirm sowie Lautsprecher für die Einstiegspräsentation mit Videoimpuls

 

Zwei Spielvarianten:

Das Planspiel liegt in einer komplexen und einer einfachen Variante vor. Der Unterschied betrifft ausschließlich den dritten Streitpunkt, die sogenannte Wasserverbrauchsampel. In der komplexen Variante stellen die Gruppen ein Maßnahmenpaket aus einzelnen Bausteinen zusammen und entscheiden gesondert über dessen Verbindlichkeit. In der einfachen Variante wählen sie zwischen drei fertigen Gesamtpaketen. Die einfache Variante ist dabei nicht inhaltlich anspruchsloser, sondern entscheidungsschärfer: Die Konfliktlinien werden schneller sichtbar.
Als Faustregel gilt: Ab Klasse 11 am Gymnasium sowie in diskussionserfahrenen Gruppen eignet sich die komplexe Variante, bis Klasse 10 und an anderen Schularten führt die einfache Variante in der Regel zu einer lebendigeren Debatte. Die Handreichung erläutert beide ausführlich.
Für eine Durchführung wird nur eine der beiden Varianten benötigt. Eine Mischung ist nicht möglich, weil die Gruppen sonst über unterschiedliche Gegenstände verhandeln würden.


Was die Unterlagen umfassen:

Jedes Paket enthält alles, was für eine Durchführung gebraucht wird:
•    Handreichung für die Spielleitung mit fachlicher Einführung, Ablaufplänen und Checkliste
•    Einstiegspräsentation mit Videoimpuls, Karten und Notizen für die Spielleitung
•    Szenario mit Ausgangslage, Streitpunkten und Entscheidungsauftrag
•    zehn Rollenprofile mit Interessen, Argumenten und Vorbereitungsteil
•    Entscheidungsvorlage „Wasserplan Dürrenfeld"
•    Namensschilder, die zugleich als Losmaterial für die Rollenvergabe dienen
•    Tischaufsteller für den Runden Tisch
•    digitales Zuordnungswerkzeug als Alternative zur Auslosung
Die Druckmaterialien gibt es in einer farbigen und in einer reduzierten Schwarz-Weiß-Fassung, die sich für den Ausdruck an Schulkopierern eignet. Beide sind inhaltlich identisch.

 

Download:

Laden Sie genau ein Paket herunter. Die Auswahl richtet sich nach der gewählten Spielvariante und danach, ob Sie farbig oder schwarz-weiß drucken möchten. Entscheidend ist die Spielvariante; die Druckfassung ist eine reine Frage der Ausstattung.
[Spielunterlagen H2O_hne – komplexe Variante, farbig (ZIP)]
[Spielunterlagen H2O_hne – komplexe Variante, schwarz-weiß (ZIP)]
[Spielunterlagen H2O_hne – einfache Variante, farbig (ZIP)]
[Spielunterlagen H2O_hne – einfache Variante, schwarz-weiß (ZIP)]
[Handreichung für die Spielleitung (PDF)]
Die Handreichung ist in allen vier Paketen enthalten und steht hier zusätzlich einzeln zur Verfügung. Wer vorab prüfen möchte, ob das Planspiel zur eigenen Lerngruppe passt, findet dort alle nötigen Angaben. Eine Lektüre vor der ersten Durchführung wird empfohlen.

Nutzung und Lizenz:

Die Materialien stehen unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International" (CC BY-NC-ND 4.0). Sie dürfen unverändert und zu nichtkommerziellen Zwecken genutzt und weitergegeben werden, sofern Titel, Herausgeberin, Quelle und Lizenz genannt werden. Das schließt die Bildungsarbeit freier und gemeinnütziger Träger ausdrücklich ein. Bearbeitete Fassungen dürfen nicht verbreitet werden. Anpassungen der Präsentation für die eigene Durchführung, etwa die Aktualisierung der Karten, sind davon nicht berührt und ausdrücklich vorgesehen. Marken und Logos sind nicht mitlizenziert.
Namensnennung: „H2O_hne – Ein Planspiel für Schulen zur Wasserknappheit in Deutschland", Deutsche Gesellschaft e. V., https://www.deutsche-gesellschaft-ev.de/publikation/online-publikationen/2187-h20-hne2025-unterlagen.html, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
Lizenztext: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de
Für Bearbeitungen oder eine kommerzielle Nutzung wenden Sie sich bitte an .
Weitere Informationen zum Projekt und zu den begleitenden Workshops finden Sie auf der Projektwebsite

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner:
Dr. Lukas Zidella
Referent EU & Europa
Tel.: 030 88412 251
E-Mail schreiben

 

Förderer:
Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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