Kiez Global! – Stadtrundgänge aus (post)migrantischer Perspektive

Bei „Kiez Global!“ zeigen Berlinerinnen und Berliner mit Migrationsgeschichte als ehrenamtliche Stadtführerinnen und Stadtführer ihren Kiez. Auf persönlichen Touren teilen die Guides ihre Erfahrungen, Perspektiven und Geschichten über Berlin. So eröffnen die Rundgänge neue Zugänge zu bekannten Orten und machen die Vielfalt der Stadt aus einer persönlichen Sicht erlebbar.
Unsere Touren sind kostenlos. Deine Teilnahme hilft uns, weiterhin spannende Perspektiven zu teieln.
Lust auf eine Tour? Buche dir einfach einen Platz bei einer unserer öffentlichen Führungen. Eine Übersicht aller kommenden öffentlichen Touren gibt es hier.
Du planst eine Tour für deine Gruppe? Füll das Anfrageformular aus und wir finden einen passenden Termin für euch.
Die Anfrage ist zunächst unverbindlich und wird erst mit unserer Bestätigung verbindlich.
Bitte beachtet: Alle Guides arbeiten ehrenamtlich und stehen daher nicht jederzeit für Touren zur Verfügung. Sollte Euer Wunsch-Guide am gewünschten Termin nicht verfügbar sein, schlagen wir Euch gern eine Alternative vor.
Aktuelle Einblicke in unser Projekt gibt es auf unserem Instagram-Kanal!
Die Guides von Kiez Global!
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Unsichtbares Berlin: Ukrainisches Leben zwischen Geschichte und Gegenwart Was wird sichtbar, wenn Berlin aus ukrainischer Perspektive erzählt wird? Anna nimmt Euch mit an Orte, bei denen sich Geschichte und Gegenwart berühren: von historischen Orten der NS-Zwangsarbeit bis zu persönlichen Erfahrungen von Migration und Ankommen heute. Erfahrt, warum Ukrainerinnen und Ukariner schon lange Teil dieser Stadt sind, und was ihre Geschichten über Berlin erzählen. Eine Tour für alle, die genauer hinsehen wollen. |
Die Führung startet am S-Bahnhof Hackescher Markt und endet in der Münzstraße. Ort: Berlin-Mitte
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Das Friedrichshainer Schlachthofviertel: Vom Zentralviehhof zum Freiraum Charlie führt durch das Friedrichshainer Schlachthofviertel und erzählt von der Geschichte des ehemaligen Zentralvieh- und Schlachthofs bis hin zur Umgestaltung des Areals in ein Wohn- und Erholungsgebiet. Dabei verbindet sie historische Einblicke mit persönlichen Bezügen zu ihrer Familie in Spanien und ihrem Alltag im Viertel. Hier geht sie täglich mit ihrem Hund spazieren und schätzt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in dieser Gegend. |
Die Führung startet am S-Bahnhof Landsberger Allee und endet in der James-Hobrecht-Straße. Ort: Berlin-Friedrichshain Nächste öffentiliche Tour: 16. Mai |
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Wo das Wasser im Bergmannkiez fließt Im Kreuzberger Bergmannkiez wird Wasser zum Ausgangspunkt für einen neuen Blick auf den Stadtteil. Daniela zeigt auf ihrer Tour, wo sich das Element wiederfinden lässt: vom Wasserfall im Viktoriapark über Brunnen bis zu versteckten Innenhöfen entlang der Bergmannstraße. Aus ihrer persönlichen Perspektive als Süditalienerin aus einer vom Wasser umgebenen Stadt verbindet ihr Rundgang urbane Räume, Architektur, Stadtgeschichte und Klimafragen. |
Die Führung startet an der Ecke Großbeerenstraße/Kreuzbergstraße und endet an der Floating University. Ort: Berlin-Kreuzberg |
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Mein Kreuzberg: Erinnerungen einer Zeitzeugin Emine lebt seit ihrer Kindheit in Berlin-Kreuzberg. Auf ihrer Tour erzählt sie von ihrer Familie, von ihrem Aufwachsen in den 1970er Jahren und von einem sich ständig verändernden Kiez. Als Tochter eines türkischen Gastarbeiters teilt sie persönliche Erinnerungen an den Alltag zwischen Schule, Nachbarschaft und dem Laden um die Ecke. Emine zeigt ein Kreuzberg, das in keinem Reiseführer steht, und eröffnet einen lebendigen Blick auf Migration und Zugehörigkeit in Berlin. |
Die Führung startet am U-Bahnhof Moritzplatz und endet an der Admiralbrücke. Ort: Berlin-Kreuzberg
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Neukölln anders erzählt: Vietnamesisches Leben in Neukölln Diese Tour durch Neukölln-Nord zeigt den Kiez aus Hangs persönlicher Perspektive: als Migrantin mit kulturwissenschaftlichem Hintergrund, die im Bereich Migration arbeitet. Sie lädt dazu ein, Berlin jenseits bekannter Bilder zu entdecken und ein authentisches Neukölln kennenzulernen. Dabei macht Hang auch die Verbindungen innerhalb der vietnamesischen Community sichtbar und zeigt, wie diese den Kiez und die Stadt prägen. |
Die Führung startet am Rathaus Neukölln und endet am Tempelhofer Feld. Ort: Berlin-Neukölln
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Fresh im Kiez: Ankommen in Kreuzberg Neu in einer Stadt und jetzt? Irena kennt die Frage nach dem Ankommen aus eigener Erfahrung. In Kreuzberg fand sie einen Ort voller Vielfalt und Begegnungen. Auf ihrer Tour zeigt sie die besonderen Seiten des Viertels und lädt dazu ein, miteinander über das Ankommen, über Zugehörigkeit und darüber, was Ankommen wirklich bedeutet, ins Gespräch zu kommen. |
Die Führung startet am Mehringdamm und endet am Mehringplatz. Ort: Berlin-Kreuzberg
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Ein Mexikaner, zwei Unis, drei Visa und Charlottenburg: Chronik eines Ankommens Jair nutzt einige der bekanntesten Orte entlang der Straße des 17. Juni, um von Charlottenburg, Berlin und seinem eigenen Ankommen zu erzählen. Dabei nimmt er Euch mit in die turbulente Zeit seiner ersten Jahre in Deutschland: vom Studienkolleg über sein Studium an der Technischen Universität bis hin zu drei Visa und den Herausforderungen der Bürokratie. Zwischen Orientierung, Alltag, Glück und Drama entsteht so eine sehr persönliche Geschichte über das Leben in Berlin. Eine Tour über Selbstbehauptung, überraschende Verbindungen zwischen Berlin und Mexiko-City und den Versuch, in einer neuen Stadt Fuß zu fassen. |
Die Führung startet am S-Bahnhof Tiergarten und endet am Ernst-Reuter-Platz. Ort: Berlin-Charlottenburg Nächste öffentiliche Tour: 9. Mai
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Die vielen Gesichter der Potsdamer Straße: Eine Straße im ständigen Wandel Khalidas Tour führt durch die geschichtsträchtige Potsdamer Straße in Schöneberg, die bekannt ist für ihre extremen Gegensätze: eine Mischung aus mondäner Kultur, Galerien und sozialem Brennpunkt, eleganter Jugendstilarchitektur und bunter Multikulti-Szene, ergänzt durch den historischen Ort des Sportpalastes, der einst Epizentrum von kosmopolitischem Glamour und später Schauplatz nationalsozialistischer Propaganda war. Die Potsdamer Straße ist der perfekte Schnittpunkt Berlins: immer unterwegs, nie ankommend. Auf dem Rundgang geht es um die Vergangenheit der Straße, um mögliche Zukunftsszenarien und vor allem um die besondere Atmosphäre dieses vielfältigen Kiezes. |
Die Führung findet in der Potsdamer Straße statt. Ort: Berlin-Schöneberg
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Die Karl-Marx-Allee im Wandel der Zeit Kyung führt Euch entlang der Karl-Marx-Allee, im Herzen von Friedrichshain, wo Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise zusammenkommen. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Frankfurter Allee wurde im Rahmen des Stalinallee-Projekts neu gestaltet. Kyung zeigt, wie die Bauphasen, politischen Ideen und architektonischen Kontroversen das Stadtbild bis heute prägen. Ihr persönlicher Blick auf den Kiez macht deutlich, wie eng große Geschichte und alltägliches Leben hier miteinander verbunden sind. |
Die Führung startet am U-Bahnhof Strausberger Platz und endet in der Niederbarnimstraße. Ort: Berlin-Friedrichshain |
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Berlin goes Balkan! Auf den Spuren der ex-jugoslawischen Diaspora in Kreuzberg Von der Arbeitsmigration der späten 1960er-Jahre bis zur Flucht vor Krieg in den 1990er-Jahren: Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien gehören zu den größten Einwanderergruppen in Deutschland. In Berlin ist ihre Geschichte jedoch häufig unsichtbar. Als Tochter einer Kroatin und eines Mazedoniers begibt sich Paula Balov auf Spurensuche nach der „Jugo-Diaspora“ in Kreuzberg. Die Tour führt sie zu dem Ort, an dem sich ihre Eltern kennenlernten, vorbei an historischen Schauplätzen, religiösen Gemeinden, kulinarischen Insidertipps und Stationen migrantischer Subkultur, die nur in Berlin auf diese Weise entstehen konnten. |
Die Führung startet am U-Bahnhof Hallesches Tor und endet in der Reichenberger Straße. Ort: Berlin-Kreuzberg
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Wem gehört der Kiez? Rechte Präsenz und zivilgesellschaftlicher Wandel in Schöneweide Auf ihrer Tour durch Niederschöneweide macht Sasha sichtbar, wie rechte Raumaneignung funktioniert, wie die Zivilgesellschaft dagegenhält und wie sich ein Kiez dadurch verändert. Sie fragt danach, was es für Menschen vor Ort bedeutet, wenn Vergangenheit und Gegenwart des Stadtteils so unmittelbar aufeinandertreffen. Bei ihrer Kieztour lädt Sasha dazu ein, Niederschöneweide aus einer persönlichen und politischen Perspektive neu zu sehen. |
Die Führung startet an der S-Bahn-Haltestelle Schöneweide und endet am Michael-Brückner-Platz. Ort: Berlin-Niederschöneweide |
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Berlin Hauptbahnhof. Wege aus der Dunkelheit Für Tetyana ist der Berliner Hauptbahnhof mehr als ein Verkehrsknotenpunkt. Für Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem russischen Angriffskrieg aus ihrer Heimat flohen, wurde er zu einem der ersten sicheren Orte in Deutschland. In ihrer Führung verbindet sie persönliche Erinnerungen an ihre Ankunft im Jahr 2022 mit der Geschichte des Ortes und seiner Architektur. So entsteht eine Tour zwischen den Schatten der Vergangenheit, den Momenten der Zerstörung und der Kraft der Hoffnung und des Lichts. |
Die Führung startet in der Invalidenstraße und in der Nähe des Washingtonplatzes. Ort: Berlin-Hauptbahnhof |
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Berlin-Tegel und Charkiw: Parallelwelten der Aufklärung Auf ihrer Tour zeigt Uliana, wie man in Berlin-Tegel spazieren und dabei zugleich gedanklich in Charkiw ankommen kann. Sie verknüpft das Schloss Tegel mit der Nationalen Universität Charkiw und erzählt, was die Humboldt-Brüder mit dem ukrainischen Wissenschaftler und Mäzen Wassyl Karasin verband. Dabei eröffnet sie einen neuen Blick auf Ideen der Aufklärung und auf die Verbindungen zwischen Berlin und Charkiw. So macht ihre Führung sichtbar, wie eng Orte, Personen und Wissensgeschichten über Ländergrenzen hinweg miteinander verwoben sein können. |
Die Führung startet an der Karolinenstraße und endet an der Humboldt-Bibliothek. Ort: Berlin-Tegel
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Seit vielen Jahren engagiert sich die Deutsche Gesellschaft e. V. mit Bildungsprojekten für interkulturelles Verständnis, Antirassismus und demokratische Teilhabe.
„Kiez Global!“ wird im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat durch das Bundesprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ gefördert. Darüber hinaus unterstützt die Berliner Landeszentrale für politische Bildung das Projekt in den Jahren 2025 und 2026 mit einer Förderung.
Kontakt:
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Projektverantwortliche:
Dr. Christina Heiduck
stellvertretende Leiterin der Abteilung Politik & Geschichte
Tel.: 030 88412 191
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