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Kolloquium: 8. Oktober 2026

„Kalter Krieg an der Konsole?!“ Digitales Kolloquium zu digitalen Spielen im und zum geteilten Deutschland

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Datum:

8. Oktober 2026 (10:00-18:00 Uhr) 

Veranstaltungsort:       

Digital

Aktuell läuft der Call for Papers zur Teilnahme. Nähere Informationen finden Sie hier.

Informationen zum Programmablauf sowie einen Teilnahmelink erhalten demnächst Sie hier.

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird per E-Mail gebeten:

  

Digitales Kolloquium zu digitalen Spielen im und zum geteilten Deutschland

Digitale Spiele gelten häufig als Phänomen westlicher Pop- und Jugendkultur. Doch auch in der DDR wurde gespielt, programmiert und experimentiert. Jugendliche trafen sich in Computerklubs, bauten westliche Technik nach oder entwickelten eigene Programme. Mit dem „Poly-Play“ entstand sogar ein eigener DDR-Spielautomat. Zugleich greifen digitale Spiele heute zunehmend den Kalten Krieg und die deutsche Teilung als historische Themen auf.

Das digitale Kolloquium „Kalter Krieg an der Konsole?!“ nimmt beide Perspektiven in den Blick: die Geschichte digitaler Spiele im geteilten Deutschland und die Frage, wie Games heute Vorstellungen vom Kalten Krieg und von der DDR prägen.

Spielen im geteilten Deutschland

Während sich in der Bundesrepublik seit den 1970er- und 1980er-Jahren eine zunehmend kommerzielle Games-Kultur entwickelte, verlief die Entwicklung in der DDR unter anderen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Mikroelektronik galt dort als Schlüsseltechnologie, und digitale Spiele wurden auch als Möglichkeit verstanden, insbesondere junge Menschen für Computertechnik zu interessieren.

Gleichzeitig eröffneten Computerklubs, selbst entwickelte Programme und nachgebaute Hard- und Software eigene Freiräume. Digitale Spiele sind damit nicht nur Unterhaltungsmedien, sondern auch Zeugnisse der deutsch-deutschen Technik-, Medien- und Alltagsgeschichte.

Geschichte im Spiel

Heute erzählen digitale Spiele selbst Geschichte. Kommerzielle Games und Serious Games greifen politische Konflikte, staatliche Überwachung, die innerdeutsche Grenze oder gesellschaftliche Erfahrungen in der DDR auf. Damit prägen sie historische Vorstellungen und werden zunehmend auch für die historisch-politische Bildung interessant.

Das Kolloquium fragt deshalb: Wie stellen Games den Kalten Krieg und die deutsche Teilung dar? Welche Geschichtsbilder vermitteln sie? Welche Chancen und Grenzen besitzen digitale Spiele für schulische und außerschulische Bildungsangebote?

Das Kolloquium

Im Jahr 2026 bringt die Deutsche Gesellschaft e. V. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Nachwuchsforschende, Studierende, Fachleute aus historisch-politischer Bildung und Geschichtsdidaktik, Spieleentwicklerinnen und Spieleentwickler sowie eine interessierte Öffentlichkeit zusammen.

Sieben Beiträge beleuchten unterschiedliche Aspekte der deutsch-deutschen Games-Geschichte. Vorgesehen sind wissenschaftliche Vorträge, Praxisbeispiele, ein Zeitzeugengespräch zur Games-Szene in der DDR sowie Beiträge zur Sammlung und Bewahrung historischer Spiele und zur Nutzung von Games in der Bildungsarbeit.

Ein Teil der Beiträge wird über einen offenen Call for Papers vergeben. Auf diese Weise sollen auch Nachwuchsforschende und junge Fachleute eigene Forschungsergebnisse und Projekte präsentieren können.

Ziele

Mit „Kalter Krieg an der Konsole?!“ möchte die Deutsche Gesellschaft e. V.

  • die bislang wenig bekannte Geschichte digitaler Spiele in DDR und Bundesrepublik sichtbar machen,
  • digitale Spiele als Teil der deutsch-deutschen Medien- und Erinnerungskultur diskutieren,
  • ihren Einfluss auf historisches Wissen und Geschichtsbilder untersuchen,
  • Potenziale für die historisch-politische Bildungsarbeit erschließen und
  • Wissenschaft, Didaktik, Spieleentwicklung und Öffentlichkeit miteinander vernetzen.

Die Beiträge des Kolloquiums werden aufgezeichnet und anschließend kostenfrei veröffentlicht. Zusätzlich werden die Ergebnisse in einem digitalen Sammelband dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Ansprechpartner:
Marius Kleinknecht
Leiter der Abtelung Politik und Geschichte
Tel.: 030 88412 248
» E-Mail schreiben

 

Förderer:

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