Lesung und deutsch-polnisches Gespräch
WortBrücken – Schlesische Perspektiven auf Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit
Herkunft und Zugehörigkeit, Sprache und Erinnerung, Fortgehen und Wiederankommen: Im Essaywettbewerb „WortBrücken – Wir Brückenbauer in Deutschland, Europa und weltweit“ haben junge Menschen aus Deutschland und dem östlichen Europa persönliche Geschichten und unterschiedliche Perspektiven auf diese Fragen festgehalten. Der Wettbewerb richtet sich insbesondere an junge Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Nachfahren von Vertriebenen sowie Angehörige deutscher Minderheiten im Ausland. Er möchte ihren Erfahrungen Gehör verschaffen und den Austausch zwischen Generationen, Kulturen und Gesellschaften fördern.
Bei der Lesung am 1. Dezember 2026 in Oppeln kommen ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche schlesische Erfahrungen: das heutige Leben der deutschen Minderheit in Polen ebenso wie Familiengeschichten, die Schlesien mit Deutschland verbinden. Die Essays erzählen von persönlichen Spurensuchen, von den Sprachen der Kindheit und von der Frage, wie Herkunft und Erinnerung das eigene Leben prägen.
Das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen bietet dafür einen passenden Ort. Gemeinsam möchten wir darüber sprechen, welche Bedeutung schlesische Geschichte und kulturelle Mehrfachzugehörigkeit für junge Menschen heute haben – und wie persönliche Erinnerungen zu deutsch-polnischer Verständigung beitragen können.
Dienstag, 1. Dezember 2026 | 17.00–18.30 Uhr
Anschließend Ausklang und Empfang
Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen (DAZ)
ul. Szpitalna 11, 45-010 Opole/Oppeln, Polen
WortBrücken – Schlesische Perspektiven auf Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit
Lesung und deutsch-polnisches Gespräch
Vorläufiges Programm
17.00 Uhr | Begrüßung
Vertreterin oder Vertreter des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Deutschen in Polen (N. N.)
17.05 Uhr | Grußwort und Einführung in „WortBrücken“
Dr. Vincent Regente, Leiter der Abteilung EU & Europa der Deutschen Gesellschaft e. V.
17.10 Uhr | Lesungen und moderierte Gespräche
Ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen ihre Essays vor und sprechen über ihre Familiengeschichten und persönlichen Zugänge zu Schlesien.
17.55 Uhr | Gemeinsames deutsch-polnisches Gespräch
Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit in Schlesien heute
18.20 Uhr | Fragen und Gespräch mit dem Publikum
18.30 Uhr | Ausklang und Empfang
Moderation: Dr. Małgorzata Jokiel, Germanistik der Universität Oppeln
Die Veranstaltung wird deutsch-polnisch gedolmetscht.
Mitwirkende (vorläufig)
Michael Materlik (Komprachcice/Comprachtschütz) arbeitet beim Bund der Jugend der deutschen Minderheit in Polen. Sein Essay „Eine Kultur zwischen Hammer und Amboss“ beschäftigt sich mit schlesischer Herkunft, Sprache und kultureller Zugehörigkeit.
Laura Forys (Wrocław/Breslau) ist in Deutschland in einer Familie mit oberschlesischen Wurzeln aufgewachsen und studiert inzwischen in Niederschlesien. In ihrem Beitrag „Ich habe keine Sprache für dieses Gefühl“ setzt sie sich mit Sprache und schlesischer Identität zwischen Deutschland und Polen auseinander.
Anna Kohl (Amberg) begab sich auf die Suche nach den schlesischen und weiteren ostmitteleuropäischen Wurzeln ihrer Familie. Diese Spurensuche bildet den Ausgangspunkt ihres Essays „Irgendetwas ist anders“.
Paulina Mucha (Schlesien; Teilnahme angefragt) bringt als Angehörige der deutschen Minderheit in Schlesien eine Perspektive auf deren heutiges Leben ein.
Zum Essaywettbewerb „WortBrücken“
Der Essaywettbewerb 2026 lädt junge Menschen mit Aussiedlungs-, Vertreibungs- oder Minderheitenhintergrund ein, ihre Erfahrungen mit Herkunft, Heimat, Sprache und Erinnerung in literarischer Form zu reflektieren. Die Beiträge werden auch für eine digitale Publikation aufbereitet.
» Weitere Informationen zum Essaywettbewerb
Anmeldung und Kontakt
Die Anmeldung zur Veranstaltung wird durch das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen (DAZ) koordiniert. Nähere Informationen zum Anmeldeverfahren werden an dieser Stelle rechtzeitig bekannt gegeben.
Sie interessieren sich bereits jetzt für eine Teilnahme? Gerne können Sie sich mit Ihrem Interesse oder mit Fragen zur Veranstaltung an die Projektleitung der Deutschen Gesellschaft e. V. wenden. Wir freuen uns über Ihre Nachricht!
Kontakt:
Dr. Vincent Regente
Leiter der Abteilung EU & Europa
Deutsche Gesellschaft e. V.
Tel.: 030 88412 288
» E-Mail schreiben
Veranstalter und Förderung
Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Deutschen in Polen und der Deutschen Gesellschaft e. V. Der Essaywettbewerb „WortBrücken“ wird von der Deutschen Gesellschaft e. V. in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen durchgeführt.
Das Projekt wird vom Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland unterstützt den Wettbewerb mit zwei Sonderpreisen; eine weitere Förderung erfolgt durch das Zentrum gegen Vertreibungen. Für die Förderung und die gute Zusammenarbeit danken wir herzlich.



