„Es schläft ein Lied in allen Dingen“
Erzählkultur in Ost- und Südosteuropa
Die älteste soziale und kulturbildende Kommunikationsform der Menschheit ist das Erzählen. Es entspricht dem menschlichen Bedürfnis, Erfahrungen zu teilen und an künftige Generationen weiterzugeben, es befördert das Erinnern, regt die Fantasie an, macht den Menschen kreativ und drückt sein Streben nach Lebenssinn aus. Generationenübergreifend vermittelt es kulturelle Vielfalt, Toleranz und demokratisches Denken. Die Erzähltradition erstreckt sich über die ganze Welt – sie ist im wahrsten Sinne des Wortes global, aber gleichermaßen Trägerin von Merkmalen und Besonderheiten der einzelnen Kulturen und bringt deren Werte in Form von Mythen, Legenden, Fabeln, Märchen, Erzählungen zum Ausdruck.
Seit ungefähr 20 Jahren erlebt das mündliche Erzählen in der westlichen Welt einen neuen Aufschwung. Überall werden Erzählfestivals, -symposien und -kongresse veranstaltet. In Ost- und Südosteuropa jedoch sieht die Lage anders aus: Es gibt dort zwar eine reiche Erzähltradition, aber kein Plattform, die ihr speziell gewidmet ist. Damit diese Tradition nicht vollends verloren geht, möchten wir sie mit unserem Erzählprojekt unterstützen.
In drei verschiedenen Ländern (Ungarn, Polen, Rumänien) werden Angehörige der deutschen Minderheit zu Erzählern und zu Erzähltrainern durch Berufserzähler aus Deutschland ausgebildet. Die große „Geschichte“ sowie die kleinen „Geschichten“ werden über das Erzählen bewusst gemacht, erhalten und als erhaltenswert in den jeweiligen Ländern integriert. Über die ausgebildeten Erzähltrainer werden in den drei Ländern weiterhin Erzähler sowohl der Minderheit, als auch der kulturellen Mehrheit ausgebildet.
Ein Erzählerteam, bestehend aus zwei Berufserzählern von der Erzählakademie München (Dr. Norbert Kober und Helga Gruschka), wird in den drei Ländern einen Erzählabend, einen Workshop sowie ein abschließendes Erzählfestival veranstalten. Auch in Schulen, Kindertagesstätten, Sozialeinrichtungen für Jugendliche, Waisenhäuser, Bibliotheken sowie sonstigen Einrichtungen werden die Berufserzähler ihre Kunst präsentieren und einer breiten Öffentlichkeit die Unmittelbarkeit des Erzählens nahebringen und erlebbar machen.
Auf einem Abschluss-Erzählfestival in Berlin, am 20. September 2011, werden die Ergebnisse des Projektes präsentiert.
Erste Station:
Nikolaus Lenau Haus in Pécs (Ungarn), der Kulturhauptstadt 2010, vom 27.09.-03.10.2010, Ansprechpartner: Johann Habel, Leiter des Lenau Hauses
Zweite Station:
Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Polen, Oppeln/Opole (Polen), 28.02.-06.03.2011, Ansprechpartnerin: Monika Wittek
Dritte Station:
Universität Babes Bolyai, Stiftungsprofessur für deutsche Literatur in Südosteuropa Klausenburg/Cluj-Napoca (Rumänien), 12.04.-18.04. 2011, Ansprechpartner: Prof. Dr. András Balogh
Seit ungefähr 20 Jahren erlebt das mündliche Erzählen in der westlichen Welt einen neuen Aufschwung. Überall werden Erzählfestivals, -symposien und -kongresse veranstaltet. In Ost- und Südosteuropa jedoch sieht die Lage anders aus: Es gibt dort zwar eine reiche Erzähltradition, aber kein Plattform, die ihr speziell gewidmet ist. Damit diese Tradition nicht vollends verloren geht, möchten wir sie mit unserem Erzählprojekt unterstützen.
In drei verschiedenen Ländern (Ungarn, Polen, Rumänien) werden Angehörige der deutschen Minderheit zu Erzählern und zu Erzähltrainern durch Berufserzähler aus Deutschland ausgebildet. Die große „Geschichte“ sowie die kleinen „Geschichten“ werden über das Erzählen bewusst gemacht, erhalten und als erhaltenswert in den jeweiligen Ländern integriert. Über die ausgebildeten Erzähltrainer werden in den drei Ländern weiterhin Erzähler sowohl der Minderheit, als auch der kulturellen Mehrheit ausgebildet.
Ein Erzählerteam, bestehend aus zwei Berufserzählern von der Erzählakademie München (Dr. Norbert Kober und Helga Gruschka), wird in den drei Ländern einen Erzählabend, einen Workshop sowie ein abschließendes Erzählfestival veranstalten. Auch in Schulen, Kindertagesstätten, Sozialeinrichtungen für Jugendliche, Waisenhäuser, Bibliotheken sowie sonstigen Einrichtungen werden die Berufserzähler ihre Kunst präsentieren und einer breiten Öffentlichkeit die Unmittelbarkeit des Erzählens nahebringen und erlebbar machen.
Auf einem Abschluss-Erzählfestival in Berlin, am 20. September 2011, werden die Ergebnisse des Projektes präsentiert.
Schirmherr des Projekts: Adolf Muschg
Erste Station:
Nikolaus Lenau Haus in Pécs (Ungarn), der Kulturhauptstadt 2010, vom 27.09.-03.10.2010, Ansprechpartner: Johann Habel, Leiter des Lenau Hauses
Zweite Station:
Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Polen, Oppeln/Opole (Polen), 28.02.-06.03.2011, Ansprechpartnerin: Monika Wittek
Dritte Station:
Universität Babes Bolyai, Stiftungsprofessur für deutsche Literatur in Südosteuropa Klausenburg/Cluj-Napoca (Rumänien), 12.04.-18.04. 2011, Ansprechpartner: Prof. Dr. András Balogh
Ansprechpartnerin:
Dr. Ingeborg Szöllösi
Tel. 030 - 88412-252
Tel. 030 - 88412-252
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