Verschwörungserzählungen dekodieren – Antisemitismus offenlegen
Im Jahr 2025 bot die Deutsche Gesellschaft e. V. kostenfreie interaktive Workshops für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen und Berufsschulen in Brandenburg an. Das Projekt wurde mit Mitteln des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg gefördert. Ein Workshop hatte einen Umfang von 6 Zeitstunden an einem Tag.
Verschwörungserzählungen haben Konjunktur. Ob zum russischen Angriffskrieg oder zum Nahostkoflikt, zu Migration oder zur Klimakrise - zu nahezu allen drängenden politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit existieren solche Narrative. Sie vereinfachen eine komplexe und herausfordernde Welt in einer destruktiven und die Wirklichkeit verzerrenden Form.
Nicht selten sind in Verschwörungserzählungen antisemitische Vorstellungen verankert und gleichzeitig ist allen Formen von Antisemitismus Verschwörungsdenken inhärent. Hierbei werden historische und neue Verschwörungserzählungen verknüpft, um eine vermeintliche geschichtliche Tiefe zu erzeugen. Oft werden antisemitische Äußerungen bewusst oder unbewusst mit Codes und Chiffren wie "Finanzeliten", "Globalisten" oder der "Neuen Weltordnung" umschrieben.
Das Internet erleichtert den Zugang und die Verbreitung von Verschwörungserzählungen. Insbesondere über soziale Netzwerke wie TikTok und Instagram erreichen antisemitische Verschwörungserzählungen ein Millionenpublikum. Gerade Jugendliche nutzen soziale Medien als Hauptinformationsquelle. Bei der Einordnung der Informationen sind sie oftmals auf sich allein gestellt.
Daher führte die Deutsche Gesellschaft e. V. im Jahr 2025 die Workshopreihe „Verschwörungserzählungen dekodieren – Antisemitismus offenlegen“ an Schulen in Brandenburg durch. In dem Format lernten Jugendliche Verschwörungserzählungen und in ihnen enthaltene antisemitische Muster zu dekodieren. Ihr Bewusstsein für wiederkehrende Argumentationsmuster und Motive wurde geschärft und ihre Medienkompetenz gestärkt - und damit ihre Fähigkeit, kritisch und informiert mit verschiedenen Informationsquellen umzugehen.
Mit der Workshopreihe richtete sich die Deutsche Gesellschaft e. V. an Jugendliche ab der 9. Jahrgangsstufe aller weiterführenden Schulen sowie an Schülerinnen und Schüler von Berufsschulen in Brandenburg.
Ein Workshop dauerte 6 Zeitstunden und basierte auf verschiedenen interaktiven Arbeitsphasen, die thematisch aufeinander aufbauten.
Bei Interesse an dem Format melden Sie sich gern per E-Mail ().
Ansprechpartnerin:
Maria Irrgang
Referentin, Abt. EU & Europa
Tel.: 030 88412 169
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Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg.

