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Studentischer Essaywettbewerb

Der 11. September 2001 – (k)eine Zeitenwende?

Der 11. September rief nicht nur in den USA, sondern weltweit Fassungslosigkeit hervor. Auch in Deutschland lösten die Anschläge Bestürzung aus, denn sie legten die „Verletzlichkeit“ der westlichen Demokratien frei. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 liegen in diesem Jahr 20 Jahre zurück, ihre Folgen weltweit und damit auch für Deutschland sind bis heute präsent: der Kampf gegen Terrorismus, destabilisierte Regionen, Sicherheitsgesetze sowie eine verstärkte Politisierung des Islam und ein Zunehmen xenophober Ressentiments.

Der Blick auf die darauffolgenden 20 Jahre gibt Anlass zur Auseinandersetzung darüber, ob der 11. September für Deutschland gleichermaßen ein Bezugs- und Ausgangspunkt ist wie im offiziellen Narrativ der USA. Verkörpert der 11. September für Deutschland in gleichem Maße wie für die USA eine „Zeitenwende“ oder reiht er sich in seinen Folgen ein in die rassistisch motivierten, rechtsextremen, linksextremen oder islamistischen Terrorakte, die die Bundesrepublik erschütterten? Auf welchen Ebenen sind die Auswirkungen der Terrorangriffe in der Bundesrepublik bemerkbar? Inwiefern belasten die zahlreichen Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen, die sich in den 20 Jahren seit den Ereignissen herausgebildet haben, die Aufarbeitung und das Gedenken? Wie beeinflussen moderne Massenmedien die Erinnerung an den 11. September?

Anlässlich des sich nähernden Jahrestages möchte die Deutsche Gesellschaft e. V. Studierende bundesweit dazu aufrufen, sich in einem Essay mit diesem Thema auseinanderzusetzen, insbesondere da sie es mehrheitlich sind, die zu Beginn des Jahrtausends geboren wurden und die mit dem 11. September und seiner medialen Präsenz aufwuchsen.

Der studentische Wettbewerb wird damit zum 12. Mal in Folge stattfinden. Er setzt sich jedes Jahr zum Ziel, ein gesellschaftlich relevantes Thema aufzugreifen und Studierende dazu zu bewegen, sich aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Ansätzen Themen zu erschließen. Die Bewerbungfrist ist der 1. September 2021. Eine mehrköpfige Fachjury wird anhand der Kriterien Originalität, Analysekraft und sprachlicher Ausdruck aus den durch die Deutsche Gesellschaft e. V. vorausgewählten Beiträgen die besten Beiträge auswählen.

Die Verfasserinnen und Verfasser der drei prämierten Texte erhalten ein Preisgeld (1. Preis 2.000 Euro, 2. Preis 1.000 Euro, 3. Preis 500 Euro) und werden im Rahmen einer Preisverleihung geehrt.

Neu in diesem Jahr wird sein, dass die drei Preisträgerinnen und Preisträger sowie 17 weitere von der Jury ausgewählte Studierende eingeladen werden, an einem auf sie und ihre Beiträge zugeschnittenen intensiven, zweitägigen Online-Schreibtraining teilzunehmen. Im Ergebnis werden die 20 Essays als Printpublikation erscheinen.

Mehr Informationen zu den Teilnahmemodalitäten in Kürze hier und auf der Projektwebseite https://www.essaywettbewerb.de/

 
 

Ansprechpartnerin:
Dr. Evelyna Schmidt
Referentin Kultur & Gesellschaft
Tel.: 030 88412 252
» E-Mail schreiben

 

Geplante Förderung durch:
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

 

 
 
 

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